Die Orte
Gärtringen

Die Gemeinde Gärtringen ist am Rande des Schönbuchs und des Schwarzwaldes, in der Region Stuttgart gelegen. Sie gehört dem Landkreis Böblingen und Regierungsbezirk Stuttgart an. Die verkehrsgünstige Lage an der Autobahn A 81 (Stuttgart - Singen) und die S-Bahn-Haltestelle haben auf Gärtringen als Wohngemeinde und infrastrukturelles Gebiet einen positiven Einfluß genommen.
Größe:
Die Gemeinde Gärtringen erstreckt sich auf einer Markungsfläche von 2022 ha, davon entfallen 645 ha auf Rohrau, welches im Jahre 1971 in die Gemeinde eingegliedert wurde.
Einwohnerzahl:
Die Einwohnerzahl betrug am 01.09.2010 genau 11.829.
Davon sind 6.071 weiblich und 5.758 männlich.
Verfolgen wir den Weg der Geschichtsforscher zurück in die Vergangenheit, dann finden wir historische Erkenntnisse über unseren Heimattum erst in relativ später Zeit. Die älteste historische Erinnerung an Siedler im Raum Gärtringen sind die Hügelgräber am "Blozmilchbrunnen" (Hallstattmenschen). Erste Spuren aus der Römerzeit finden sich am "Hardtheimer Brünnele" (Mauer- und Ziegelreste). Um 260 nach Christus überschritten die Alemannen oder Schwaben den römischen Grenzwall (Limes) und ließen sich hier nieder.
Die alemannischen Siedlungen erhielten ihren Namen nach den Sippenältesten und enden fast alle mit "ingen". So erhielt unser Heimatort seinen Namen von Alemannen Gartheri".
Die dem Gartheri Eigenen" nannte man "Gartheringer". Im Jahr 1140 wird die Gemeinde als "Gertringen" erstmals urkundlich erwähnt. 1382 kamen die Ortshoheit und einiger Besitz in dem ursprünglich pfalzgräflich-tübingischen Ort mit Herrenberg an Württemberg.
In örtlichen Urkunden erscheint der Name unserer Gemeinde 1535 als "Gerttringen" und schon 1679 als "Gärtringen". Wie in nahezu allen Orten des Oberen Gäus hatte sich auch in Gärtringen ein eigener Ortsadel herausgebildet. Es waren dies vom 12. - 15. Jahrhundert die "Herren von "Gaertringen" und vom 13. - 15. Jahrhundert die "Marder von Gaertringen".
Das adlige Gut kam von den Hardern nach einigem Wechsel an Johann Heinrich von Hiller, in dessen Familie es bis heute verblieb.
Im 19. Jahrhundert bildeten Ackerbau und Viehzucht die Haupterwerbsquelle der Einwohner, die außerdem noch etwas Weberei und Spinnerei betrieben. Von einer wirtschaftlichen Krise, die um 1850 herrschte, erholte sich das Dorf allmählich wieder und erhielt dann durch den 1879 erfolgten Anschluß an die Bahnlinie von Stuttgart nach Rottweil neuen Auftrieb.
Seit dem 1. Weltkrieg wirkt sich die verkehrsgünstige Lage der Gemeinde im Einzugsbereich der Industriezentren Stuttgart und Böblingen/Sindelfingen aus.
Die Folgen des 2. Weltkrieges beschleunigten die Entwicklung zur Arbeiterwohngemeinde. Auch erfolgte jetzt die Ansiedlung von Industrie.

